Nachverdichtung als Chance: In der Hessischen Straße in Mannheim-Waldhof entsteht durch eine gezielte Aufstockung neuer Wohnraum im innerstädtischen Gefüge. Das Projekt zeigt, wie sich Architektur im Bestand weiterentwickeln lässt – sensibel, funktional und nachhaltig.
In verdichteten Stadtgebieten wie Mannheim zeigt sich, wie wichtig innovative Konzepte zur Wohnraumerweiterung im Bestand sind. Durch sorgfältig geplante Nachverdichtung lassen sich bestehende Gebäude zu neuem Leben erwecken – ohne zusätzliche Flächenversiegelung und mit großem Gewinn für das Quartier.
Das Wohn-Projekt in der Hessischen Straße von Naumer Architekten reagiert auf den wachsenden Wohnraumbedarf durch eine präzise und optimale Aufstockung des Bestands. Im Fokus steht die harmonische Integration in die vorhandene Architektur: Das neue Bauvolumen orientiert sich in Maß und Ausdruck am Bestand, gewinnt aber durch klare zeitgenössische Details eine eigene Identität. So entsteht ein spannender Dialog zwischen Alt und Neu.
Neben architektonischer Qualität spielt die Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Die neue Dachlandschaft bietet Raum für Photovoltaikanlagen, während die gesamte Wohnanlage über eine Holz-Pelletheizung nachhaltig versorgt wird. Dadurch entsteht nicht nur zusätzlicher Wohnraum, sondern ein zukunftsfähiges, ökologisch verantwortungsvolles Gesamtkonzept.
Das Beispiel zeigt, wie Architektur im Bestand Herausforderungen wie Nachverdichtung, Solarpflicht und Energieeffizienz miteinander verbindet – als Beitrag zu einer behutsamen und gleichzeitig fortschrittlichen Stadtentwicklung im innerstädtischen Raum.